Inso-Trend: Das verflixte 7. Jahr?

Inso-Trend: Das verflixte 7. Jahr?

Minus 4,8 Prozent – das meldet das Statistische Bundesamt heute zur Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr. Aber kann der positive Trend halten?

10.999 Firmenzusammenbrüche von Januar bis Juni, verglichen mit dem Vorjahr ein Rückgang um fast 5 Prozent. Heute meldet das Statische Bundesamt erfreuliche Zahlen für die deutschen Unternehmen.

Doch trotz dieses erfreulichen Rückgangs verursachen Insolvenzen erhebliche Schäden in der Wirtschaft. Auf rund 16,5 Milliarden Euro beziffern die Amtsgerichte die zu erwartenden Forderungen der Gläubiger. Und das ist fast eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr – im ersten Halbjahr 2015 waren es 8,9 Milliarden Euro. Nach Angaben der Statistiker liegt das daran, dass dieses Jahr unter den Firmenpleiten einige größere Unternehmen waren.

Insgesamt hält der sehr positive Trend bei den Unternehmensinsolvenzen allerdings an. Für dieses Jahr erwartet der BDIU einen weiteren Rückgang auf nur noch 22.000 Fälle (2015: 23.123). Das wäre dann der siebte Rückgang in Folge.

»Es könnte aber auch das verflixte siebte Jahr sein«, warnt BDIU-Präsidentin Kirsten Pedd. Denn die Aussichten sind zunehmend unsicher. Unter anderem der bevorstehende Brexit mache eine positive Prognose schwierig. »Großbritannien ist einer unserer wichtigsten Handelspartner. Die Brexit-Folgen werden die Unternehmen zwar nicht sofort spüren. Aber wir befürchten, dass 2017 die Zahl der Insolvenzen wieder ansteigt – und das wird auch die Zahlungsmoral dann verschlechtern.«