Insolvenzen: Plädoyer für vorgerichtliche Einigungen

Insolvenzen: Plädoyer für vorgerichtliche Einigungen

Es ist besser, wenn sich Gläubiger und Schuldner außergerichtlich einigen – sagt BDIU-Präsidentin Kirsten Pedd und verweist auf die gemeinsame Arbeit von Schuldner- und Gläubigervertretern in der Stephan-Kommission.

Eines der wichtigsten Ziele jedes Insolvenzverfahren ist die bestmögliche Gläubigerbefriedigung. Denn die Gläubiger haben selbstverständlich ein Anrecht darauf, das ihnen zustehende Geld für eine erbrachte Leistung oder eine gelieferte Ware zu erhalten. Gegenüber dem Fachmagazin INDat Report äußerte sich Kirsten Pedd, Präsidentin des BDIU, kritisch zu aktuellen Überlegungen, das Verbraucherinsolvenzverfahren für Schuldner zu vereinfachen: »In den letzten Jahren haben wir bei Reformen der Verbraucherinsolvenz meist über eine schnellere Restschuldbefreiung gesprochen. Einige Verbraucher glauben heute, dass eine Verschuldung weniger sanktionsbewehrt ist. Es gibt auch Fälle mutwilliger Verschuldung und damit vorsätzlicher Schädigung von Gläubigern.«

Beiden Seiten – Schuldnern und Gläubigern – sei am besten gedient, sich außergerichtlich zu einigen. Pedd: »Um das zu erleichtern, engagieren wir uns in der sog. Stephan-Kommission. Gemeinsam mit Schuldnerberatern haben wir ein Formular erarbeitet, das außergerichtliche Schuldenbereinigungen einfacher möglich macht. Unseren Mitgliedern empfehlen wir, dieses Formular zu nutzen.«

Das vollständige Interview erschien in Ausgabe 6/2016 des INDat Reports. Sie können es über DIESEN LINK als PDF herunterladen.