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2022 bringt neue Weiterbildungsformate für Forderungsmanager

Bei der Inkassoakademie hat man ein feines Gespür für die Weiterbildungswünsche der Branche. Darüber hinaus spricht die DIA mit ihren Angeboten auch Beschäftigte in firmeninternen Mahnabteilungen oder Kanzleien an und will ihr Angebot entsprechend schärfen. Ein Interview mit DIA-Prokurist Tobias Ringlepp.

Tobias Ringlepp ist Prokurist bei der DIA Deutsche Inkasso Akademie GmbH.

Die DIA ist die Aus- und Weiterbildungsgesellschaft des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen – welche Themen stehen in diesem Jahr bei der Akademie an, worauf können sich die Teilnehmer freuen?

Tobias Ringlepp  |  Wichtig für uns als Weiterbildungsanbieter ist der Code of Conduct des BDIU. Er gibt zum einen eine starke Orientierung für faires Inkasso – und zum anderen ist der Code ein wichtiger Maßstab für die Ausrichtung unseres Programms, denn er verpflichtet die Inkassounternehmen zur ständigen beruflichen Weiterbildung, die deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeweils durch die Teilnahme an einem unserer Formate dokumentieren können. 

Wir schauen uns also sehr genau an, welche Themen für die Inkassodienstleister relevant sind, hören genau zu bei Kritik und Feedback und entwickeln darauf aufbauend unsere Formate. 

Wichtig für die Unternehmen waren im letzten Jahr vermutlich vor allem die Neuerungen im Inkassorecht durch das VVInkG.

Tobias Ringlepp  |  Genau – unsere Web-Tutorials, die wir dazu in Kooperation mit dem BDIU aufgesetzt haben, waren ein großer Erfolg, und wir hatten von Anfang eine praxisorientierte Fortsetzung in Aussicht gestellt. Im Laufe dieses Jahres werden wir neue Formate anbieten, die sich dann mit den Erfahrungen zu der Inkassorechts-Reform befassen, also: Wie haben die Unternehmen die neuen Regeln umgesetzt, was läuft gut, was könnte optimiert werden? Und natürlich werden unsere Referenten auf dann bereits vorliegende Rechtsprechung eingehen, diese bewerten und Hinweise für die Inkassopraxis geben können. 

Wie wird sich das weitere Weiterbildungsprogramm entwickeln?

Tobias Ringlepp  |  Da setzen wir auf den bewährten Mix aus Seminaren, dem Sachkunde-Programm und Inhouse-Schulungen. Gerade im Inhouse-Bereich werden wir aktuell noch stärker nachfragt. Diese Schulungen bereiten wir in enger Absprache mit den Unternehmen und unseren Referenten vor, sodass die Lernmodule jeweils maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Inkassodienstleister ausgerichtet sind.

Natürlich wird es mit dem Abflauen der Pandemie auch wieder mehr Präsenzformate geben. Wir werden aber nicht wieder wie „vor Corona“ werden und auch in Zukunft viele Webinare im Programm haben, weil das von unseren Teilnehmern so gewünscht ist. Vor allem Seminare in kleineren Zeiteinheiten, das heißt zwischen 90 und 180 Minuten, funktionieren digital sehr gut und bringen vergleichbare Lernerfolge wie Präsenztermine. 

Darüber hinaus werden wir verstärkt auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unternehmensinternen Mahnabteilungen oder bei Rechtsanwaltskanzleien zugehen. Zwar bleiben wir stark fokussiert auf Inkassounternehmen und hier insbesondere die Mitglieder des BDIU, die im Übrigen bei der DIA von attraktiven Preisvorteilen bei der Buchung profitieren. Aber selbstverständlich ist unser Fachwissen zum Forderungseinzug auch für alle anderen Beschäftigten wertvoll, die in der einen oder anderen Form im Mahnwesen tätig sind. Hier wollen wir unsere Expertise nutzen, um uns künftig noch breiter aufzustellen. 

Zum Abschluss noch etwas Persönliches. Seit dem 1. Januar bist Du Prokurist bei der DIA. Was hat sich dadurch in Deiner Arbeit verändert?

Tobias Ringlepp  |  In der Praxis gar nicht so viel. Ich bin auch weiterhin zuständig für alle Aufgaben des Tagesgeschäfts, von der Planung, der Organisation bis hin zum Controlling der Schulungsformate. Neu ist, dass ich jetzt auch – neben dem Geschäftsführer Dr. Andreas Bücker – Handlungsvollmacht habe und vertretungsberechtigt für die DIA bin. Also: Mehr Verantwortung und immer noch sehr viel zu tun! 

Vielen Dank für das Gespräch.