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Zahl des Monats: 784

784 Euro ist die durchschnittliche Höhe einer Forderung, die Inkassounternehmen im Geschäftsjahr 2020 von ihren Aufraggebern erhalten haben. Das ist ein Ergebnis der aktuell laufenden Branchenstudie des BDIU.

Darin wurden die Mitgliedsunternehmen des BDIU zu wichtigen Inkasso-Kennzahlen befragt. Diese Branchenstudie hat unter anderem zum Zweck, die Auswirkungen des neuen Inkassorechts und der damit verbundenen zum Teil drastischen Gebühreneinschnitte auf das Forderungsmanagement zu dokumentieren. Dafür werden die Geschäftsjahre 2020 und 2022 miteinander verglichen. Der zweite Teil der Studie wird 2023 durchgeführt werden und das jetzt noch laufende Geschäftsjahr betrachten. Danach liegen belastbare Trends vor.

Übrigens ist der Median der durchschnittlichen Forderung niedriger als die 784 Euro. Dieser liegt bei nur 370 Euro. Der Median errechnet sich dadurch, dass man alle Forderungen nach ihrer Höhe sortiert und nebeneinander legt. Der Median ist dann der Mittelwert – das heißt, die Hälfte der betrachteten Forderungen ist jeweils höher und niedriger als 370 Euro. Der Median ist häufig aussagekräftiger als das arithmetische Mittel, bei dem alle Werte addiert und dann durch zwei geteilt werden. Hier können einzelne sehr hohe Zahlen zu deutlichen Ausschlägen bei dem Durchschnittswert führen.

Weitere Zahlen und Ergebnisse des ersten Teils der Branchenstudie finden sich im neuen Magazin des BDIU, dem Strategiereport22. Er kann hier als PDF heruntergeladen werden.