Beim internationalen Kongress der FENCA wurden die Themen besprochen, die die Branche des Forderungsmanagements europaweit beschäftigen. Im spanischen Málaga trafen sich Repräsentantinnen und Repräsentanten der 25 nationalen Mitgliedsverbände, hinzu kamen zahlreiche Gäste aus Unternehmen und aus der Politik.
Der dreitägige Kongress startete mit dem Legal Affairs Committee: Hier werden rechtliche Fragen besprochen und Erfahrungen mit der Umsetzung europäischen Rechts in den EU-Mitgliedstaaten ausgetauscht. Einer der Schwerpunkte war hier die unterschiedliche Umsetzung der neuen EU-Verbraucherkreditrichtlinie (CCD II). Außerdem wurde die Beteiligung der FENCA an der Konsultation der Kommission zur Brüssel Ia-Verordnung vorbereitet; hier geht es um die gerichtliche Zuständigkeit sowie die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen innerhalb der Europäischen Union.
Im Mittelpunkt des Kongresses standen Regulierungsfragen auf der Ebene der EU; hierzu referierte der Director General der FENCA Dr. Andreas Bücker. Besonderer Gast während des Kongresses war Irina Adamescu von der Generaldirektion Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion (FISMA). Sie sprach über die Aufgaben der Sekundärmarkt-Regulierung und die Guidelines der EBA; im anschließenden Panel diskutierte sie mit Fachleuten aus der Praxis über deren Auswirkungen auf den Kreditzweitmarkt in der EU.
Zum Abschluss des Kongresses fand die Mitgliederversammlung der FENCA statt. Der BDIU wurde hier von seinem Geschäftsführer Dennis Stratmann vertreten. Als neues Mitglied wurde der norwegische Verband der Inkassounternehmen Finans Norge in der Runde begrüßt.



