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Sicherer, schneller, informierter – so war’s beim NoWAK

Sicherer, schneller, informierter – so war’s beim NoWAK

Lesen Sie Ihre Passwörter laut vor, während Sie sie eingeben? Okay: Keine so gute Idee. Schon gar nicht an öffentlichen Plätzen, in der Bahn oder am Flughafen.

Es ist immer jemand da, der mithören könnte und dann Unsinn mit dem neu erworbenen »Wissen« anstellt. 

Aber man muss nicht gleich die sensibelsten Daten regelrecht in die Welt hinausposaunen, um Hackern  optimale Angriffsflächen zu bieten.

Viele Leute gehen mit ihren Daten verschwenderisch um. Das weiß Stephan Neumann von der usd AG in Köln – einem Unternehmen, das sich auf Beratung und Aufklärung in Sachen IT-Sicherheit spezialisiert hat. Beim BDIU-Arbeitskreis NoWAK diese Woche stellte er einige Tricks vor, wie sich Hacker und andere unliebsame Gäste in Unternehmensnetzwerke einschleichen. Vieles war überraschend, manche Teilnehmer schauten danach ihre Smartphones und Laptops deutlich skeptischer an.

Und sei es nur, dass sie sich jetzt einen neuen Presenter kaufen werden. Ja, genau, die Dinger, die man bei Präsentationen in der Hand hat, um von Folie zu Folie zu klicken. Über Funk sind sie  mit einem USB-Adapter am Laptop verbunden. Und genau diese Verbindung kann man – je nach Gerät – mit nur wenig Fachwissen kapern und sich so in den Rechner einschmuggeln.

Und wie war das nochmal mit USB-Sticks, die irgendwo auf einer Messe herumliegen? Lieber liegen lassen. Denn wenn man die mitnimmt und am Computer nur mal kurz nachschaut, was denn auf den Geräten gespeichert ist, kann man sich in null Komma nix Schädlinge einfangen – zum Beispiel einen Kryptovirus, der die eigenen und im Netzwerk verbundenen Festplatten so verschlüsselt, dass alle Daten unrettbar verloren sind.

Verloren ist auch mancher Zahlungsanspruch, den Gläubiger gegenüber ihren Schuldnern haben. Oft rennt man vergeblich hinter seinem Geld her. Dieter Schüll weiß, dass es auch anders geht. Er hat sich auf titulierte Forderungen spezialisiert und ist dabei vor allem eines: schneller als die anderen. »Zwangsvollstreckung auf der Überholspur« lautet der griffige Titel eines seiner Seminare, die er regelmäßig bei der Deutschen Inkasso Akademie hält. Beim NoWAK gab er einen kurzen Abriss davon, erklärte die Unterschiede zwischen Vollstreckung und Insolvenz und wie man über internationale Zahlungsbefehle erfolgreich sogar gegenüber Schuldnern im Ausland sein kann. Die Teilnehmer fanden die Infos klasse, stellten jede Menge Fragen und waren sehr inspiriert von Schülls lebendigem Vortrag. 

Der NoWAK ist einer der traditionsreichsten regionalen Arbeitskreise des Bundesverbands Inkasso. Geleitet wird er von Markus Brinkmann, Vorstand der Universal Inkasso AG. 30 Teilnehmer – Führungspersönlichkeiten und Praktiker aus NRW-Inkassounternehmen – kamen diesen Mittwoch nach Köln. In den Räumen der Universal Inkasso lauschten sie den Vorträgen von Stephan Neumann und Dieter Schüll und tauschten sich über aktuelle Themen aus, die den Firmen auf den Nägeln  brennen – von Inkasso, über Mahnverfahren und Vollstreckungspraktiken bis hin zum prakischen Datenschutz und den ersten Erfahrungen mit der neuen EU-Verordnung. Die nächsten Updates gibt es spätestens wieder am 28. November – beim nächsten NoWAK in Köln.

Stephan Neumann und Markus Brinkmann

Dieter Schüll