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Wir gratulieren der Marianne von Weizsäcker Stiftung zum 30.!

Wir gratulieren der Marianne von Weizsäcker Stiftung zum 30.!

Die Marianne von Weizsäcker-Stiftung kümmert sich um Menschen, die selbst keine Lobby haben: ehemals Suchtkranke. Jetzt feiert sie 30 Jahre Jubiläum. Herzlichen Glückwunsch!

Die Stiftung existiert seit 1989 – die Idee dahinter ist aber noch viel älter. Als Richard von Weizsäcker Anfang der 80er-Jahre erst Regierender Bürgermeister von Berlin, später dann Bundespräsident wurde, engagierte sich seine Ehefrau zunehmend für soziale Projekte. Schon Mitte der 80er-Jahre kümmerte sie sich dabei um ein Thema, das ihr auch heute noch am Herzen liegt: Suchtprävention und die Bewältigung von Drogenabhängigkeit. Aus diesem Engagement erwuchs schnell die Idee zur Gründung der Stiftung.

Was macht aber nun die Marianne von Weiszäcker-Stiftung – und was macht sie so erfolgreich, dass sie nun schon drei Jahrzehnte wirken kann?

Ganz einfach: Es geht eben nicht nur um Suchtbewältigung und -vermeidung. Stattdessen erbringt die Stiftung ganz praktische Lebenshilfe. Viele Betroffene haben durch ihre Sucht und die begleitenden Umstände Schulden angehäuft. Wenn sie nach Bewältigung der Krankheit wieder eine eigene Existenz aufbauen wollen, dann geht das nur, wenn auch ihre Finanzen gleichermaßen geklärt sind. Und hier hilft die Stiftung. „Dazu verhandeln wir mit den Gläubigern unserer Klienten und versuchen zunächst, die Höhe der Forderungen zu reduzieren, abgestimmt auf die maximale Leistungsfähigkeit der Betroffenen“, erklärt Rita Hornung, Geschäftsführerin der Stiftung. „Für diese Vergleichssumme stellen wir Darlehen zur Verfügung, sodass die Schuldner nur noch eine Rate auf überschaubare Zeit an nur einen einzigen Gläubiger – die Weizsäcker Stiftung – zahlen müssen.“

Voraussetzung für diese Hilfe ist nur eines: Die Betroffenen müssen drogenfrei sein. 

NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann sagte beim Festakt der Stiftung in Hamm, die Gründung sei eine „mutige und barmherzige Idee gewesen“, denn Suchterkrankte benötigten Hilfe. „Es hätte sicherlich auch populärere Zielgruppen für eine Stiftung gegeben“, so der Minister weiter. „Wenn Menschen abstinent bleiben sollen, ist berufliche und soziale Integration dafür besonders wichtig. Dass der Name von Weizsäcker damit verbunden ist, hilft, diese Fragen in den Mittelpunkt zu stellen.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Hamm, wo die Stiftung auch zu Hause ist, lobte das Engagement ausdrücklich. „Jeder Mensch verdient eine zweite Chance“, sagte Thomas Hunsteger-Petermann. Er forderte mehr Verständnis und Toleranz in der Gesellschaft, auch für diejenigen, die auf ihrem Weg schon einmal gescheitert seien.

Marianne von Weizsäcker bedankte sich bei den Unterstützern ihrer Stiftung. Die Arbeit dieser Institution ist noch lange nicht getan. „Ich kann einen Baum pflanzen, der leuchtet und blüht und wächst – das ist ein Symbol für unsere Stiftung.“ Alle Betroffenen und die vielen ehemals Suchtkranken, denen die Stiftung bereits einen Weg in ein neues selbstbestimmtes Leben geebnet hat, werden hoffen, dass dieser Baum noch lange wächst und gedeiht und möglichst viele von seinen Früchten profitieren können.

Für den Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen gratulierte Kirsten Pedd herzlich zum Jubiläum und wünschte der Stiftung auch weiterhin viel Erfolg.