inkasso.de verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Pfändungsfreigrenze erhöht

Pfändungsfreigrenze erhöht

Achtung Gläubiger: Die Pfändungsfreigrenze ist zum 1. Juli 2017 spürbar angestiegen und jetzt erstmals über die Schwelle von 1100 Euro geklettert.

Turnusmäßig wurde zum 1.7.2017 die Pfändungsfreigrenze erhöht. Sie beträgt nun 1133,80 Euro – das ist eine deutliche Steigerung um 5,58 Prozent. Dieser Grenzwert wird laut Zivilprozessordnung alle zwei Jahre angepasst und orientiert sich am steuerlichen Grundfreibetrag. Da dieser zuletzt gestiegen ist, gelten nun auch höhere Beträge beim Pfändungsschutz.

Die Pfändungsfreigrenzen sollen unter anderem gewährleisten, dass Schuldner, die einen Job haben und somit eigenes Geld verdienen, nicht auf Sozialleistungen angewiesen sind – dass also die Allgemeinheit nicht für Schulden aufkommen muss, die die betreffende Person eingegangen ist. Bei einer Pfändung von Arbeitseinkommen können somit erst oberhalb dieses Betrags Zahlungen an den Gläubiger beziehungsweise den Gerichtsvollzieher erfolgen. Hat die betroffene Person Kinder oder muss sie Unterhaltspflichten bedienen, liegt diese Schwelle zum Pfändungsschutz sogar noch höher.

Was den einen freut, ist des anderen Leid. Gläubiger werden künftig wahrscheinlich noch öfter den Satz hören: „Was wollen Sie eigentlich, bei mir ist eh nichts zu holen.“

Die Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen ab 1. Juli 2017 sind in einer Broschüre des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz nachzulesen unter diesem Link.