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Debt Collection 4.0

Debt Collection 4.0

Marisa Krischer ist Manager European Affairs bei der Federation of European National Collection Associations (FENCA). Aktuell bereitet sie deren World Congress vor, der vom 21. bis 24. September in Berlin stattfinden wird.

Frau Krischer, was erwartet die Teilnehmer beim FENCA World Congress?

MARISA KRISCHER: Das Forderungsmanagement entwickelt sich im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung immer weiter. Diesmal dreht sich bei uns alles um »Debt Collection 4.0«. Wir werden zeigen, welche Herausforderungen sich für die Branche aktuell stellen. Zum Beispiel bei der Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung in den jeweiligen Ländern der Europäischen Union, was spätestens bis Mai 2018 abgeschlossen sein muss.

Dass vor allem die Weltwirtschaft vor schwierigen Zeiten steht, wird Ökonom Dr. Mario Jung in seiner Key-Note erläutern. Die hohen weltweiten Wachstumsraten noch zu Beginn des Jahrzehnts sind deutlich zurückgegangen, vor allem Länder wie Brasilien, Russland oder China könnten für die Weltkonjunktur Probleme bringen. Das heißt auch, dass in vielen Ländern Forderungen verspätet oder gar nicht beglichen werden; hierzu wird es auf dem Kongress einige detaillierte Informationen gehen, die für Unternehmen mit internationalen Geschäftsbeziehungen bessere Entscheidungsgrundlagen liefern dürften.

Wer wird mit dabei sein?

MARISA KRISCHER: Neben Inkassounternehmen und Branchenvertretern aus Deutschland und Europa werden Gäste aus der ganzen Welt zu uns kommen. Greg Cohen, Präsident des amerikanischen Inkassoverbands IACC, wird vorstellen, welchen Herausforderungen sich das Forderungsmanagement derzeit in den USA stellen darf. Beim letzten Mal waren sogar Experten aus Brasilien, Singapur, Kalifornien und Bahrein mit dabei. Der Austausch mit Branchenvertretern aus fremden Ländern mit anderen Kulturen und anderen wirtschaftlichen und rechtlichen Bedingungen ist immer sehr spannend! Wir erwarten über 200 Teilnehmer.

Was gibt es sonst noch Neues?

MARISA KRISCHER: Die FENCA wäre nicht die FENCA, wenn sie nicht auf jedem Kongress Weiterentwicklungen präsentieren könnte: Diesmal geht es besonders um den Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Wissensmehrung. Das bedeutet auch: Alle Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden stehen unter dem Motto: »Keep it short and simple.« Sie dauern maximal 45 Minuten. Das sorgt so für ein abwechslungs- und temporeiches Programm und dafür, dass sich die Teilnehmer in den zwei Tagen des Kongresses ein möglichst umfassendes Bild über die aktuelle Lage des Forderungsmanagements verschaffen können.       

Am Samstag steht noch die traditionelle Mitgliederversammlung der FENCA an. Hier wird es voraussichtlich um Themen wie einen Pan-europäischen Verhaltenskodex für Inkassounternehmen gehen, über dessen erste Entwürfe auf dem Kongress bereits diskutiert wird. Außerdem stehen Neuwahlen für den Vorstand an.

www.fenca.eu