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Verbraucher

Verbraucher werden erst dann mit einem Inkassounternehmen konfrontiert, wenn beim Bezahlen einer Rechnung etwas schiefgegangen ist. Normalerweise funktioniert die Kommunikation zwischen Verbraucher und Inkassounternehmen reibungslos. Sollte es trotzdem mal Probleme mit einem BDIU-Mitglied geben, kann man sich vertrauensvoll an die Beschwerdestelle des BDIU wenden.

Ohne Inkasso ginge es den Firmen in schlecht: Rund fünf Milliarden Euro werden dem Wirtschaftskreislauf durch erfolgreiche Inkassotätigkeit jedes Jahr wieder zurückgeführt.

Inkassounternehmen in Deutschland sind seriöse Wirtschaftsunternehmen, die sich im Auftrag von Gläubigern um nicht bezahlte Rechnungen kümmern. Mitgliedsunternehmen des BDIU haben sich dabei durch in der Satzung verankerte „berufsrechtliche Richtlinien“ hohe Maßstäbe für den Einzug von Forderungen gesetzt. Zu diesem Zweck hat der BDIU eine unabhängige Schiedsstelle geschaffen: den Ombudsmann. Er vermittelt unbürokratisch bei streitigen Fällen.

Sehen Sie hier im Überblick, wie Sie als Verbraucher ein seriöses Inkassounternehmen erkennen können.

1. Forderung prüfen

Seriöse Inkassounternehmen prüfen, ob eine Forderung berechtigt ist. Wenn sie Zweifel an der Schlüssigkeit der Forderungen haben, geben sie den Auftrag an den Auftraggeber - den Gläubiger - wieder zurück.

2. Die Mahnung: eine schriftliche Erinnerung

Inkassounternehmen werden von Gläubigern beauftragt, deren berechtigte Forderungen gegenüber Schuldnern durchzusetzen. Dazu erinnern sie den säumigen Zahler – in aller Regel zunächst schriftlich – an seine Zahlungsverpflichtung.

3. Einwände des Verbrauchers ernst nehmen

Gibt es berechtigte Einwände gegen eine Forderung, muss der Betroffene diese dem Inkassounternehmen schnellstmöglich mitteilen. Seriöse Unternehmen reagieren hierauf schnell und unkompliziert.

4. Berechtigte Forderung: Rechnung plus Inkassokosten

Neben der ausstehenden Rechnung muss der Verbraucher beziehungsweise Schuldner die sogenannten Inkassokosten bezahlen. Die fallen durch das Einschalten eines Inkassounternehmens an. Die dem Gläubiger entstandenen Inkassokosten sind Teil des sogenannten Verzugsschadens, den der säumige Schuldner diesem ersetzen muss.

5. Inkassokosten: gesetzlich geregelter Maximalbetrag

Zwar können Inkassounternehmen die Höhe der Inkassokosten grundsätzlich frei mit ihrem Auftraggeber vereinbaren. Doch genau hier sind Inkassounternehmen Grenzen nach oben gesetzt. Das Gesetz regelt klar: Die Inkassokosten dürfen die üblichen Kosten, die auch ein Anwalt für den Einzug einer berechtigen Forderung verlangen darf, nicht überschreiten.

6. Mitglied im BDIU: das Gütesiegel

Der BDIU verpflichtet seine Mitgliedsunternehmen zur Einhaltung sehr strenger Regeln für die ordnungsgemäße, redliche und gewissenhafte Berufsausübung. Die Mitgliedsunternehmen des BDIU sind in einer Mitgliederliste auf www.inkasso.de veröffentlicht. Nicht zuletzt wegen der strengen Kontrolle über die Berufsausübung gilt die Mitgliedschaft im BDIU als ein Gütesiegel für eine seriöse Inkassotätigkeit.

Bei Verstößen hat der BDIU verschiedene Sanktionsmöglichkeiten: von einem Verweis über eine Geldbuße bis hin zum Ausschluss aus dem Verband.

7. Der BDIU hilft

Verbraucher, die ein Problem mit der Inkassosachbearbeitung eines BDIU-Mitgliedsunternehmens haben, können sich mit ihren Fragen vertrauensvoll an die Beschwerdestelle des BDIU wenden.